Was ist "Papilio"?
Papilio ist ein pädagogisches Programm für Kindergärten zur Primärprävention von Verhaltensproblemen und zur Förderung von sozial-emotionaler Kompetenz. Ziel ist, die psychosoziale Gesundheit der Kinder zu fördern, damit sie später die Möglichkeit haben, den Risiken, die zu Sucht- und Gewaltverhalten führen können, selbstbewusst zu begegnen.
Sucht- und Gewaltprävention im Kindergarten
Warum setzt Papilio so früh an, wo doch im Kindergartenalter nicht von Sucht und Gewalt gesprochen werden kann?
Es gibt bestimmte Problemverhaltensweisen, die später zu Sucht- und Gewaltbereitschaft führen können. Grundlegende soziale Verhaltensweisen lernt der Mensch nach Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie im Kindergartenalter. Maßnahmen zum Aufbau von Schutzfaktoren, die zur Vermeidung von Sucht- und Gewaltverhalten beitragen, müssen also bei den 3- bis 7-Jährigen ansetzen. Was in dieser frühen Zeit versäumt oder falsch gelernt wurde, ist später nur schwer nachzuholen oder zu korrigieren.
ErzieherInnen – Kinder – Eltern
Papilio setzt auf drei Ebenen an: der ErzieherInnen-, der Kind- und der Elternebene. ErzieherInnen sind die zentralen MultiplikatorInnen des Programms. Sie bilden sich im entwicklungsfördernden ErzieherInnenverhalten fort, sie führen die Papilio-Maßnahmen mit den Kindern durch und sie beziehen die Eltern mit ein.
Gebannt verfolgen die Kindergartenkinder, wie "Paula und die Kistenkobolde" den Umgang mit Gefühlen lernen.